Wesen und Zweck – Wann wollen wir anfangen, Gutes zu tun?

 

Die Pilger des Heiligen Philipp Neri sind eine Gruppe von Diözesanpriestern, die sich im Geiste des Heiligen Philipp als Verein von Gläubigen gegründet hat, um geistliches und gemeinschaftliches Leben zu fördern.

Die Zusammenkünfte der Gemeinschaft sind geprägt von geistlicher Lesung, brüderlichem Austausch und gemeinsamem Gebet. Daneben gehören zu den Treffen üblicherweise eine einfache Mahlzeit und ein Spaziergang.

Gemäß den Vereinsstatuten widmen sich die Pilger des Heiligen Philipp Neri der Aufgabe, die Liebe zu den göttlichen Dingen auf anziehende und wirksame Weise zu verbreiten, indem sie nach dem Beispiel ihres heiligen Patrons den Menschen in Freude dienen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, durch Freude und Schönheit die Wahrheit Christi zu bezeugen. Dies geschieht zum Beispiel durch die Organisation von Wallfahrten und geistlichen Abenden, zu denen sie regelmäßig einladen.

Langfristig soll der Verein der Gründung eines Oratoriums des Heiligen Philipp Neri auf dem Gebiet des Bistums Limburg dienen.

 

Unser Patron – Pippo Buono

 

Philipp Neri, der „Apostel der Freude“, verband tiefe Mystik mit einer beispiellosen Lebensfreude.

Geboren 1515 in Florenz, zog es ihn früh nach Rom, wo er zunächst jahrelang als Laie und Hauslehrer lebte. Erst spät und auf Drängen anderer empfing er 1551 die Priesterweihe. Von diesem Moment an wurde das von ihm gegründete Oratorium zum Zentrum einer geistlichen Erneuerung, die ihre Wirkung nicht durch Zwang, sondern durch die Anziehungskraft des Schönen und Wahren erzielte.

Philipps geistliches Programm beruhte auf der Überzeugung, dass der Glaube das ganze menschliche Leben durchdringen müsse.

Der Heilige nutzte die persönliche Begegnung auf den Straßen Roms als primäres Feld seiner Seelsorge. Er öffnete die Seelen der Menschen, indem er sich Musik und Kunst, gemeinsamen Singens, geteilter Mahlzeiten während Wallfahrten, Humor und Redekunst bediente.

Er sagte einmal, „ein trauriger Heiliger ist ein trauriger Fall“. Deshalb setzte er Fröhlichkeit und gezielte Skurrilitäten ein, um den Ernst und Stolz seiner Mitmenschen und seinen eigenen zu brechen. Schönheit und Ästhetik waren für ihn keine äußerliche Ablenkung, sondern Brücken zum Schöpfer.

Das Herzstück von Philipps Seelsorge war jedoch die Beichte. Der Heilige verbrachte zahllose Stunden im Beichtstuhl und wurde zum vertrautesten Ratgeber für Menschen aller sozialen Schichten. Er förderte die häufige Beichte als Mittel zur inneren Freiheit und zeichnete sich dabei durch eine enorme Sanftmut und Milde aus. Statt strenger Bußen gab er oft humorvolle Aufgaben auf, die den Pönitenten halfen, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. So schuf er eine Atmosphäre des Vertrauens, in der die Menschen ihre Sünden nicht aus Angst, sondern aus Sehnsucht nach der göttlichen Freude losließen, die Philipp Neri so authentisch vorlebte.

 

Pilger sein – Ich bevorzuge das Paradies

 

Die Gemeinschaft trägt das Wort „Pilger“ in ihrem Namen und die Pilgermuschel in ihrem Logo.

Dies ist zunächst eine Reminiszenz an die Ursprünge der Gruppe, die in gemeinsamen Wallfahrten während der Seminarzeit der Mitglieder liegen.

Zugleich soll dadurch zum Ausdruck gebracht werden, dass der Verein kein Selbstzweck ist, sondern ein gemeinsamer Weg, dessen eigentliches Ziel die Vereinigung mit Gott, das Paradies, ist.

Wie der Heilige Philipp zu seinen Lebzeiten unzählige Menschen für gemeinsame Pilgerwege und Wallfahrten gewinnen konnte, um sie damit letztlich auf einen wahrhaft christlichen Lebensweg zu führen, mühen sich auch die Pilger des Heiligen Philipp Neri, möglichst vielen Menschen zu helfen, diesen Weg zu entdecken.